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Sonntag, 20. März 2016

BLUBOO Xtouch im Test – Teil 4: Kamera, Video, Audio und Telefonie

Jetzt hatte ich die Gelegenheit, das BLUBOO Xtouch gut einen Monat zu nutzen und die beste Nachricht zuerst: die Kamera-Abdeckung ist in dieser Zeit nicht noch einmal abgefallen.

Aber sonderlich – zumindest in den getesteten Disziplinen – glänzen oder mich begeistern kann das Smartphone jetzt nicht, das heisst aber nicht, das es nicht die ein oder andere Überraschung bereit hält.

Und um euch das im Detail zu erzählen gibt es diesen Teil, indem es diesmal hauptsachlich um die 13 Megapixel Kamera und deren Qualität, Videoaufnahmen damit, Audio und die Telefonie – letztendlich ist es immer noch ein Telefon, wenn auch ein sehr smartes – geht.

Wie gewohnt aber erst einmal wieder die ...

Übersicht

... der bereits geschriebenen Teile:

 


Noch ist der Test nicht beendet, es wird auf alle Fälle einen fünften Teil geben mit dem Finale, aber dazu weiter unten mehr.

Bevor ich richtig loslege kommt erst einmal ein ...

Nachtrag zum Display

Ich hatte mittlerweile die Gelegenheit, ein Foto der Benachrichtigungs-LED zu machen, das wollte ich euch nicht vorenthalten.

Benachrichtigungs-LED
Sie befindet sich oberhalb des Helligkeits- und Näherungssensors und ist hell genug, um auch bei Tageslicht wahrgenommen zu werden.

Sehr gut zu erkennen ist auch die Displayschutzfolie, die Werksseitig auf das BLUBOO Xtouch aufgebracht worden ist. Warum ein Smartphone, welches Gorilla Glas 3 benutzt, noch eine Displayschutzfolie benötigt, ist mir ein Rätsel.

Nach dem Dilemma im letzten Teil mit der Kamera-Abdeckung wollte ich diesen Teil besonderen Augenmerk auf die ...

Kamera

... legen. Diesmal hält sie bombenfest und auch nach einem Monat Nutzung ist nicht zu erwarten, dass sie sich ablöst. Deshalb konzentriere ich mich mehr auf die Bilder, die man mit dem Gerät machen kann.

Da Bilder wesentlich mehr sagen als 1.000 Worte und ich bislang ein iPhone 5S benutzt habe hier zum Einstieg ein direkter Vergleich der 8 Megapixel Kamera des iPhones zum 13 Megapixel Sony IMX214 Kamera-Modul vom BLUBOO Xtouch.

Foto aufgenommen mit dem BLUBOO Xtouch
Foto aufgenommen mit dem iPhone 5S
Deutlich ist in dem Vergleich zu erkennen, dass beim BLUBOO Xtouch helle Bereiche überbelichtet werden und dadurch Details verschwinden – wie z.B. die Äste des Baums – sie aber auf dem iPhone Foto noch klar erkennbar sind. Ich kann jetzt nicht beurteilen, ob es an der Kamera selbst liegt oder an der Software, die die Kamera steuert und ob man ggf. im manuellen Modus hier noch mehr heraus holen könnte.

Die Kamera-Software bietet folgende Modi (die Einstellungen an der linken Seite)
  • Kamera-Modus – Standardeinstellung, damit macht man "normale Fotos,
  • Live-Fotomodus – kenn man vom Apple iPhone 6S, das sind "bewegte Fotos", beim BLUBOO Xtouch jedoch nur ganz kurze Videos,
  • Bewegungserkennungsmodus,
  • Panorama-Modus und 
  • Multiwinkelansichtsmodus – ist die Möglichkeit, ein Bild zu erzeugen, welches man durch Verschieben eines Reglers von allen Seiten betrachten kann.


 

Tippt man auf das Zahnrad in der rechten unteren Ecke öffnen sich zahlreiche Einstellmöglichkeiten, die ich euch nicht vorenthalten will. Hier erstmal die Allgemeinen:



Jetzt speziell die für die Foto-Kamera ...




... und für Video-Aufnahmen:


Soweit dazu, viel interessanter sind jedoch die Bilder, die die Kamera erzeugt. Leider kann sie im Automatik-Modus nicht wirklich glänzen:

Makro-Aufnahme mit dem BLUBOO Xtouch
Geht man näher an ein Objekt heran, so beschränkt sich der Focus auf einen sehr kleinen Bereich, Objekte direkt daneben werden unscharf und es ist nicht wirklich erkennbar, wo die Kamera focussiert hat.

Makro-Aufnahme mit dem BLUBOO Xtouch
Objekte, die nicht direkt von der Sonne beschienen werden – diese Steine in einer Mauer lagen im Schatten – werden gnadenlos überbelichtet und es ist ebenfalls nicht erkennbar, wo der Focus gesetzt worden ist.

Außen-Aufnahme mit dem BLUBOO Xtouch
Aber auch bei Landschaftsaufnahmen mit wechselnden Lichtverhältnissen versagt die Kamera, der (schattige) Rasen ist viel zu dunkel, während die (durch Sonne beschienenen) Häuser so überbelichtet werden, dass sie sich kaum noch vom Himmel abheben.

Innen-Aufnahme mit dem BLUBOO Xtouch
Nur bei Innenaufnahmen kann die Kamera so Fotos machen, wie man es eigentlich erwartet.

Tippt man auf die Kamera anstatt auf das Blenden-Symbol, so kann man auch ein ...

Video

... aufnehmen. Und auch das habe ich getan, ebenfalls im Automatikmodus mit 1.280p, also in HD-Auflösung. Doch seht selbst:



Auch hier finde ich, dass die Kamera nicht wirklich mit den vorhandenen Lichtverhältnissen umgehen kann, dunkle Bereiche sind zu dunkel, während helle Bereiche überbelichtet sind.

Ich persönlich finde BLUBOO kommt hier in keiner Weise an die eigene Werbung heran, die uns Glauben machen möchte, dass man mit dem Xtouch ein professioneller Fotograf sein kann.

To be a professional photographer with Xtouch!

Lens quality is important for a great camera, but more impotantly is the software optimization.
Quelle

Ganz richtig schreiben sie dort, dass die Linsen-Qualität sehr wichtig ist, weitaus wichtiger jedoch die Optimierung der Software ist, die die Daten der Linse verarbeitet. Und dort hat das BLUBOO Xtouch – zumindest meiner Meinung nach – noch viel Luft nach oben. Das es besser geht zeigt z.B. Apple seit Jahren mit den iPhones oder auch LG mit der Kamera des G4.

Sollte sich die Qualität der Fotos (und Videos) nach einem Softwareupdate – auf das ich übrigens schon warte, das letzte Update ist vom 26.01.2016 und BLUBOO versprach monatliche Updates – drastisch verbessern, so werde ich das selbstverständlich im nächsten Teil nachreichen.

Deshalb gehe ich jetzt über zum nächsten, ebenfalls sehr wichtigen Punkt, dem ...

Audio

Viele nutzen ja das Smartphone um unterwegs Musik zu hören, deshalb bieten heute alle Smartphones die Möglichkeit, MP3-Dateien abzuspielen. Auch das BLUBOO Xtouch ist da keine Ausnahme. Dazu muss man sich die MP3-Dateien per Kabel vom PC auf die microSD-Karte kopieren oder vom Play Store auf's Smartphone herunterladen. Startet man die Musik App, so sieht man eine Liste sämtlicher Songs, die sich auf dem Smartphone und der microSD-Karte befinden.


Hier kann man sich aussuchen, wonach die Songs sortiert werden sollen, entweder nach Interpreten, Alben, Titel oder (eigens erstellte) Playlists. Einmal ausgewählt startet man ihn durch einfaches darauf tippen.


Die Musik App bietet neben der Funktion, Songs abzuspielen noch die Möglichkeit, den Lieblingssong als Klingelton zu setzen, eigene Playlists anzulegen und sogar einen Equalizer mit voreingestellten Settings ist installiert, der aber standardmäßig ausgeschaltet ist.


Der Sound, der aus dem Lautsprecher kommt – und nur den kann ich beurteilen, da BLUBOO keine Kopfhörer mitliefert – klingt sehr blechern und übersteuert ziemlich bei lauten Tönen. Man muss die Lautstärke herabsetzen, damit es einigermaßen erträglich klingt, aber wirklich Freude kommt beim lauten Musikhören nicht auf. Ganz anders hingegen ist es bei Hörbüchern, die kommen glasklar herüber. Mir scheint es, als ob BLUBOO den Lautsprecher auf Sprachwiedergabe optimiert hat.

Gleiches gilt für die ...

Telefonie

Hier kommt gesprochene Sprache gut herüber – allerdings kommt es nicht an mein iPhone 5S heran, es wirkt auch hier ein wenig blechern.


Will man ein Gespräch aufbauen, so kann man direkt wählen – indem man das grüne Hörer-Sysbol antippt – oder aber die Nummer aus seinen Kontakten heraus antippen – welche man hinter dem blauen Symbol mit der stilisierten Person findet.


Während eines Gespräches kann man – wie üblich – es auf den Lautsprecher übertragen, es auf Stumm schalten um schnell etwas bereden zu können, ohne das es das Gegenüber mitbekommt, die Tastatur einblenden, um z.B. der Mailbox Kommandos zu geben, es pausieren, um z.B. ein zweites Gespräch anzunehmen und es durch Auflegen beenden.

Soviel für heute, weiter dann im finalen ...

 
Da entscheidet sich dann, ob das BLUBOO Xtouch mein Gütesiegel bekommt – wie zuvor das Sony Xperia™ P – oder nicht.

Wenn es etwas gibt, was ich für euch näher in Augenschein nehmen soll, dann schreibt mir das doch bitte in den Kommentaren.

Sonntag, 5. August 2012

Sony Xperia P im Test – Teil 4: Der Akku, der Speicher und das Fazit

Langsam neigt sich der Test zu Ende. Viel bleibt nicht mehr übrig, worüber ich noch nicht geschrieben habe, deshalb lest ihr am Ende das Fazit - welches natürlich nur mein persönliches ist und allein auf den Erfahrungen mit meinem Xperia™ P beruht. Vorher werde ich mehr über den Akku erzählen und näher auf den Speicher eingehen.

Hier aber erst einmal eine ...

Übersicht

... der bereits geschriebenen Teile:

 


In all' diesen Teilen bin ich noch nicht auf eines der wichtigsten Dinge bei einem Smartphone eingegangen, den ...

Akku

Denn ein Smartphone hat man den ganzen Tag dabei und - wenn man (wie ich z.B.) im Außendienst tätig ist - nicht immer Zugriff auf eine Steckdose, um das Gerät zwischendurch laden zu können. Deshalb ist es wichtig, daß der Akku lange durchhält.

Leider ist er mit 1.305 mAh nicht wirklich "groß", außerdem ist er fest verbaut, d.h. man kann ihn nicht wechseln und gegen einen geladenen, zweiten Akku austauschen und das macht sich bemerkbar.

Bin ich daheim, dann trenne ich morgens um 06:00 Uhr das Xperia™ P vom Ladegerät und nutze es oft, um z.B. meine E-Mails zu kontrollieren und ggf. zu beantworten, im Netz zu surfen, Tweets zu lesen, ab und an mal ein Spiel zu spielen, zum navigieren - GPS wird dazu bei Bedarf eingeschaltet - und telefonieren. Eben die ganze Bandbreite, für die man ein Smartphone nutzt. Dabei hat der Akku immer am frühen Nachmittag schlapp gemacht und das Gerät sich ausgeschaltet, bei moderater Nutzung auch mal bis zum späteren Nachmittag.

Zum Vergleich, das Xperia™ mini pro - mit "nur" 1.200 mAh Akku - ist bei gleicher Nutzung dann immer noch bei ca. 25%. Allerdings hat es auch nur einen 3,0 Zoll Display gegenüber den 4,0 Zoll vom Xperia™ P.

Im Urlaub in Ägypten am Strand beim Spielen von z.B. Wo ist mein Wasser? war das Xperia™ P dann nach gut drei Stunden so leer, daß es sich von alleine abschaltete, obwohl es vorher mit 100% vom Ladegerät getrennt wurde. Dabei wird es auch sehr warm, was aber auch daran gelegen haben könnte, daß das Display - um in der Sonne spielen zu können - auf die höchste Helligkeit gestellt wurde. Allerdings - sozusagen als Ausgleich - war das Gerät dort immer im Flugzeugmodus und der Datentransfer, das WiFi, GPS, Bluetooth und NFC waren immer komplett ausgeschaltet, da ich im Urlaub meine Ruhe haben und nicht erreichbar sein wollte. Es diente mir dort ausschließlich als Spielekonsole, Videoabspielgerät und Schnappschußkamera.

So gesehen ist der Akku - mal wieder, wie bei so vielen Smartphones - zu klein geraten. Viele - wie mich z.B. - wird es außerdem stören, das er fest verbaut ist, aber das ist eben der Preis für - zugegebenermaßen schickes - Unibody-Gehäuse.

Fast genauso wichtig wie der Akku ist der ...

Speicher

... denn dort werden alle Dateien abgespeichert. Formell stattet Sony Mobile das Xperia™ P mit 16 GB Speicher aus, tatsächlich nutzbar davon sind aber nur 11,24 GB als sog. "interner Speicher" für Filme, MP3s, PDFs, Bilder und Spielstände nutzbar (siehe Screenshot).


Das liegt daran, daß das Android Betriebssystem und der sog. "Telefonspeicher" - also der Bereich, in dem Apps installiert werden - ebenfalls auf die 16 GB zu- und dadurch einen Teil davon abgreifen.

So stehen dem Telefonspeicher 2 GB zur Verfügung, von dem aber - durch vorinstallierte Apps, die sich teilweise nicht löschen lassen, 205 MB verbraucht werden und so - wirklich nur 1,77 GB nutzbar sind.


Der Platz reicht aber locker aus, um sehr viele Apps zu installieren, ohne das eine Speichermangel-Meldung kommt.

Ich hatte zu den vorinstallierten Apps auf dem Xperia™ P noch zusätzlich installiert ...
... und zu keiner Zeit irgendwelche Ruckler, sonstige Verzögerungen oder Hänger bemerkt. Wer also nicht seine komplette MP3-Sammlung bzw. alle seine in MP4-Dateien umgewandelten DVDs mit sich herumschleppen will, der kommt mit den 16 GB aus.

Da jetzt - meiner Meinung nach - alle wichtigen Punkte angesprochen worden sind möchte ich den Test mit dem ...

Fazit

... abschließen. Für mich stellt sich hier die Frage: Würde ich das Gerät einem Kumpel empfehlen, der ein neues Handy sucht? Kann ich die Frage mit "Ja" beantworten, so bekommt es eine Empfehlung, lautet die Antwort "Nein", so sollte er/sie lieber zu einem anderen Smartphone greifen.

Fassen wir die positiven und negativen Punkte des Tests noch einmal zusammen:

Positiv Negativ
  • Keine scharfe Kanten oder Spaltmaße 
  • Der durchsichtige Streifen, das Markenzeichen der Xperia™ NXT Geräte
  • Der 1,0 GHz Dual-Core Prozessor ist schnell genug
  • Das Display ist mit 4,0 Zoll nicht zu groß, aber auch nicht zu klein
  • Das Update auf Android 4.0 (IceCreamSandwich) kommt im August/September 2012
  • Kamera mit 8 Megapixel (reicht für Papier-Abzüge bis 10x15 cm)
  • Videoaufnahmen in HD (1080p)
  • Audio mit InEar-Kopfhörern sehr gut
  • NFC-Technologie dank der zwei SmartTags sofort nutzbar
  • 16 GB Speicher mehr als ausreichend
  • Das Display hat einen grünlichen Farbton
  • WhiteMagic™- Technologie ist nur ein Marketing-Gag
  • Wird mit Android 2.3 (Gingerbread) ausgeliefert
  • Viele vorinstallierte Apps, die sich teilweise nicht löschen lassen
  • Audio mit eingebautem Lautsprecher sehr blechern
  • Telefonieren klingt auch etwas blechern
  • Akku mit 1.305 mAh etwas zu klein

Wie ihr an der Auflistung sehen könnt, gibt es mehr positive Punkte und von daher wird das Sony Xperia™ P ...


Ich hoffe, euch hat der Test gefallen. Schreibt mir doch mal eure Meinung dazu oder dem Gerät in den Kommentaren!

Donnerstag, 26. Juli 2012

Sony Xperia P im Test – Teil 3: Kamera, Video, Audio, Telefonie und NFC

Nachdem sich im letzten Teil die angepriesene WhiteMagic™-Technologie als Flop herausgestellt hat, möchte ich mit diesem Teil doch wieder zum "Alltag" zurückkehren. Ich hatte im ersten Teil versprochen, näher auf die Klangqualitäten des Xperia™ P einzugehen, und genau das werde ich diesmal machen.

Zusätzlich nehme ich noch die Kamera, deren Videoqualitäten, die Telefonie und das NFC (= Near Field Communication) mit den beigelegten SmartTags unter die Lupe.

Hier aber erst einmal eine ...

Übersicht

... der bereits geschriebenen Teile:

 

Mehr war's bisher nicht, deshalb geht's jetzt an die ...

Kamera

Sony Mobile hat dem Gerät eine 8 Megapixel Kamera spendiert. Zwar klingt das erst mal viel, aber es kommt auf das Verhältnis von Megapixel zu Sensorfläche an. Ist der Sensor zu klein, dann gibt es Bildrauschen, läßt die Kamera nicht mehr Megapixel zu, kann man kaum in die Bilder hineinzoomen und Ausschnittvergrößerungen machen. Fünf bis 8 Megapixel reichen bei Smartphones allemal aus, da diese ja eher für Schnappschüsse gedacht sind. Dennoch bieten moderne Smartphones eine Menge Einstellungsmöglichkeiten in den einzelnen Menüs, die ich nun näher beschreiben will.

Schaltet man die Kamera durch langes Drücken des Kamera-Auslösers oder Antippen der Kamera-App ein, sieht man folgendes Menü:

Oben rechts kann man zwischen Kamera- und Video-Modus umschalten, darunter der Auslöser und ganz unten eine Mini-Vorschau des Bildes, welches man als letztes aufgenommen hat. Auf der linken Seite sieht man oben in welches Aufnahmemodus (Automatisch oder Manuell) man ist und unten kommt man in das Blitzmenü.


Durch Tippen auf die Menü-"Taste" kommt man in folgendes Menü:
  • Auflösung,
  • Blitz,
  • Selbstauslöser,
  • Lächelerkennung,
  • Geo-Tags,
  • Aufnahmemethode,
  • Verschlusston und
  • Schnellstart


Wählt man den Menüpunkt "Auflösung" kann man folgende Einstellungen vornehmen:
  • 8 Megapixel, 4:3 Format
  • 6 Megapixel, 16:9 Format
  • 2 Megapixel, 4:3 Format und
  • 2 Megapixel, 16:9 Format

Im "Blitz"-Menü kann man folgendes auswählen:
  • Automatisch,
  • Aufhellblitz,
  • Rote-Augen-Korrektur und
  • Aus

Der "Selbstauslöser hat folgende Optionen:
  • Ein (10 Sekunden),
  • Ein (2 Sekunden) und
  • Aus

Wählt man die "Lächelerkennung", so kann man wählen, wann die Kamera auslösen soll:
  • Großes Lächeln,
  • Mittleres Lächeln,
  • Kleines Lächeln und
  • Aus

"Geo-Tags" kann man auf
  • Ein und
  • Aus
schalten.


Bei der "Aufnahmemethode wählt man, wann die Kamera auslösen soll:
  • Bildschirmtaste,
  • Touch-Aufnahme und
  • Nur Auslöser


Den "Verschlusston" schaltet man entweder
  • Ein oder
  • Aus

und der "Schnellstart" hat folgende Optionen:
  • Starten und fotografieren,
  • Nur starten und
  • Aus

All die hier gezeigten Menüs legen sich über das Bild, welches die Kamera momentan sieht. Leider wird das auf den Screenshots nicht abgebildet.

Jetzt sollt ihr aber auch mal sehen, wie gut Bilder werden, die mit dem Xperia™ P aufgenommen werden. Die folgende Aufnahme entstand im Automatikmodus mit 6 Megapixel im 16:9 Format.


Da ich das Foto verkleinert (und das Autokennzeichen unkenntlich gemacht) habe, hier ein Ausschnitt in Originalgröße. Der rote Rahmen im oberen Foto zeigt, von welcher Stelle der Ausschnitt gewählt wurde.



Wie schon Eingangs geschrieben eignen sich Smartphone-Kameras lediglich für Schnappschüsse. Der Himmel ist überzeichnet (es war ein trüber(!) Tag, an dem keine Sonne schien), beim Ausschnitt in Originalgröße erkennt man das Bildrauschen bei der Backsteinmauer oben Links, einzelne Blätter sind nicht wirklich abgegrenzt und so wirklich scharf wirkt der Ausschnitt in keiner Ebene.

Die Bildqualität reicht durchaus, um Abzüge auf Papier in 10x15 cm machen zu lassen, aber meine Urlaubs- oder Hochzeichtsfotos schieße ich dann doch lieber mit der Spiegelreflexkamera.

Wechselt man den Modus, so kann man auch ein ...

Video

... aufnehmen. Und auch das habe ich getan, ebenfalls im Automatikmodus mit 1080p, also in HD-Auflösung. Doch seht selbst:



Selbst Nachts kann man mit der Video-Kamera Aufnahmen machen, allerdings überstrahlt das Licht in den hellen Bereichen und hinterläßt einen "Schleier" auf den dunklen Bereichen.



Da ich selbst aber Videoaufnahmen nur zum Testen mache und selbst keine Videokamera besitze, lasse ich euch lieber selbst die Qualität anhand der beiden Videos beurteilen.

Audio

Kommen wir zu den Klangqualitäten des Xperia™ P, denn viele Leute nutzen gerne das Smartphone, um unterwegs Musik zu hören. Dabei muß man zwischen der Widergabe über die mitgelieferten InEar-Kopfhörer und über den Lautsprecher unterscheiden.

Mit den InEar-Kopfhörern klingen die Lieder alle super gut, aber sobald man auf den Lautsprecher umstellt klingt alles dumpf. Es macht sich bemerkbar, daß hier der Lautsprecher an der Seite angebracht ist, also nicht sehr groß sein kann. Er ist zwar laut, aber das Frequenzband, das er wiedergeben kann, ist nicht sehr breit gefächert. Den Ghettoblaster kann das Smartphone nie ersetzen, höchsten den Walkman!

Telefonie

Leider gibt es noch mehr Schattenseiten. Zwar gab es keinerlei Verbindungsabbrüche und mein Gegenüber konnte mich auch tadellos verstehen, ohne Knarzen, Knacken oder Rauschen, aber durch den eingebauten Lautsprecher - ich schreibe jetzt nicht vom Freisprechungseinrichtungslautsprecher, sondern von dem über dem Display - klangen alle meine Gesprächspartner sehr dumpf, nicht wie ich es vom Xperia™ mini pro gewohnt bin. Auch durch das Umschalten auf die Freisprechungseinrichtung wird es nicht wirklich besser, wie gerade eben im Audio-Teil beschrieben.

NFC / SmartTags

SmartTags sind RFID Chips, die beim Smartphone über eine App gewisse Aktionen auslösen kann.

 

Welche Aktionen das sind wird beispielhaft in folgendem Video erklärt:


Und genau so funktioniert es auch: Einfach das Gerät einschalten - im LockScreen funktioniert das aus Sicherheitsgründen nicht - an das SmartTag halten, dieser wird erkannt ...

 

... und das Xperia™ P macht genau das, was man in der SmartTag-App eingestellt hat.

Also z.B. im Auto Wi-Fi ausschalten, Bluetooth (für die Kopplung mit der Freisprecheinrichtung) und GPS einschalten und die bevorzugte Navigations-App starten. Oder in der Schule Wi-Fi, Bluetooth und GPS ausschalten, das Profil auf Lautlos stellen (um beim Unterricht nicht zu stören) und die Vibration einschalten (um trotzdem keinen Anruf zu verpassen). Halt alles, was man an diesem Ort benötigt, um optimal mit dem Smartphone zu arbeiten.

Folgende Einstellungen sind mit der vorinstallierten App möglich:
  • Akustischer Modus (z.B. Lautlos)
  • Anwendung starten
  • Bluetooth (Ein- oder Ausschalten)
  • Hintergrund festlegen
  • SMS senden
  • Text-in-Sprache
  • Titel abspielen (z.B. MP3s)
  • URL öffnen
  • Wi-Fi (Ein- oder Ausschalten)
  • Wi-Fi-Hotspot
 

Funktioniert auch tadellos und ist wirklich so supereinfach, wie oben im Video beschrieben, allerdings muß man - da das Gehäuse ganz aus Metall ist - den SmartTag direkt an das Xperia™ P halten - und macht den Umgang damit viel einfacher. Ein ganz klarer Pluspunkt für dieses Gerät – vor allem, da zwei SmartTags schon beiliegen.

Übrigens sollen die Smarttags mit sämtlichen Smartphones, die NFC Technologie eingebaut haben, funktionieren. Die SmartTag-App ist im Google Play Market für jedermann herunterladbar.


Soviel für heute, weiter dann in ...


Wenn es etwas gibt, was ich für euch näher in Augenschein nehmen soll, dann schreibt mir das doch bitte in den Kommentaren.

Sonntag, 22. Juli 2012

Sony Xperia P im Test – Teil 2: Prozessor, Display, Betriebssystem & Apps

Im vorherigen Teil des Tests hatte ich über die WhiteMagic™-Technologie geschrieben und wie diese es möglicherweise schafft, daß das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar sein soll. Darauf möchte ich hier in diesem Teil näher eingehen, denn das hatte ich ja im Juni 2012 in Ägypten für euch getestet.

Außerdem werde ich mich mit dem Prozessor, dem Betriebssystem und den vorinstallierten Apps befassen. 

Hier aber erst einmal eine ...

Übersicht

... der bereits geschriebenen Teile:


Prozessor

Eines vorweg, beim Prozessor gibt's nichts zum Meckern. Der im Xperia™ P verbaute, mit einem GigaHertz laufende Dual-Core-Prozessor sorgt für ein butterweiches Scrolling im Browser. Bei den einzelnen Homescreens funktioniert es ohne jegliche Verzögerung und der Touchscreen reagiert sehr schnell auf Eingaben. Auch das Zoomen geht ohne Probleme von der Hand.

Spiele laufen absolut flüssig, egal welche ich starte, sei es Angry Birds, Cut the rope, Need for Speed: Shift, Osmos oder Wo ist mein Wasser? Selbst mehrere Apps dieser Art bringen den Prozessor nicht zum Straucheln. Egal, was ich damit mache, es ruckelt nichts, es hakt nichts und es gab im Testzeitraum auch weder Abstürze noch irgendwelche Aufhänger.

Deshalb widme ich mich jetzt dem wohl wichtigstem Element, dem ...

Display

Was mir als erstes auffiel war der grünliche Farbton, der sich mir permanent nach dem Einschalten bietet. Ob das jetzt am vierten "weißen" Unterpixel liegt oder einfach daran, daß mein sonst gewohntes Xperia™ mini pro die Farben Blau und Rot viel stärker betont, weiß ich nicht, aber im Android-Hilfe Forum haben sich andere User gemeldet, denen ebenfalls ein Grünstich ihres Displays aufgefallen ist.

Davon mal abgesehen kommt es mit seinen 275 ppi (= pixel per inch) zwar nicht an das sog. "Retina Display" von Apples iPhone 4(S) mit 326 ppi heran, aber selbst kleine Schriften sind klar lesbar und einzelne Pixel kann man mit bloßem Auge nicht erkennen.

Und jetzt will ich euch nicht länger auf die Folter spannen und endlich näher auf die WhiteMagic™-Technologie eingehen. Hier ein Foto, welches im Juni 2012 in der hellen Sonne Ägyptens aufgenommen worden ist, morgens um viertel nach Neun! Links zum Vergleich ein Xperia™ mini pro - welches ich seit März 2012 täglich nutze - und rechts das Xperia™ P.


Ihr glaubt sicher, daß die Helligkeit nicht ganz hoch gesetzt wurde bzw. das Handy im Energiesparmodus war - so ging es mir nämlich, als ich die Fotos machte - aber die "Automatische Helligkeit" war ausgeschaltet (kein Haken hinter den Schriftzug gesetzt) und die Helligkeit wurde auf Maximum gestellt. Hier der Beweis:


Ich habe die Fotos nicht manipuliert, lediglich verkleinert und das Wasserzeichen hinzugefügt.

Zwar hat das Xperia™ P bei einem Test der TESTfactory mit dem hellsten Display gewonnen - nachzulesen unter XperiaPTest.pdf - aber dennoch bin ich der Meinung, daß das hier gezeigte Xperia™ mini pro an das des Xperia™ P herankommt. Auffällig bei dem Test der TESTfactory finde ich, daß kein zweites Gerät von Sony (Ericsson) getestet worden und das zweitplatzierte Nokia 710 gerade mal 49 cd/m² dunkler ist.

Also auch wenn das Xperia™ P ein helles Display hat, so haben das andere Geräte ebenfalls und die - von der Sony Mobile Marketingabteilung angepriesene - WhiteMagic™-Technologie entpuppt sich als Seifenblase und bringt dem Gerät keinen Wettbewerbsvorteil!

Betriebssystem

Ausgeliefert wird das Xperia™ P seit Ende Mai mit Android 2.3.x (Gingerbread), was mir persönlich ein Rätsel ist, da es den Quellcode von Android 4.0.x (IceCreamSandwich) seit dem 19. Oktober 2011 gibt, also mehr als sieben Monate. Warum bringen Hersteller Geräte mit einem veraltertem OS heraus?


Nutzen läßt es sich natürlich dennoch und Sony Mobile hat dem Xperia™ P seine typische Oberfläche mit den fünf Homescreens aufgesetzt ...





... und ihm gleich eine Menge Widgets spendiert. Hervorzuheben wäre hier Timescape™, welches neue Beiträge bei Twitter, Facebook und ähnlichen Sozialen Netzwerken abruft und auf dem Homescreen darstellt.

Sehr schön finde ich persönlich die Wetteranzeige, die - im Gegensatz zu Geräten von HTC oder Samsung - nicht mit einer Uhr gekoppelt ist, sondern wirklich nur das Wetter anzeigt.

Wie bei jedem anderen Androiden auch lassen sich die Widgets und Apps vom Homescreen entfernen und durch persönlich bevorzugte Widgets ersetzen.

Unten in der "AppDrawer"-Leiste können beliebige Apps abgelegt werden, die dann auf jedem Homescreen zur Verfügung stehen. Man kann sogar Ordner anlegen und dort mehrere - thematisch zusammenhängende - Apps hinein stecken.


Das passiert automatisch, sobald man eine zweite App auf einen Platz zieht, in der bereits eine App abgelegt ist. Dem Ordner kann man dann auch einem Namen seiner Wahl geben.

Apps

Nutzt man das Gerät nicht, so schaltet sich das Display ab. Durch drücken des Ein-/Aus-Schalters kommt man in den Lock-Screen, der so aussieht, wie man es von anderen Android-Geräten gewohnt ist. Mit Wischen nach Rechts kann man den Bildschirm etsperren und landet wieder im Homescreen, durch Wischen nach Links wird das Handy Stumm geschaltet.


Durch tippen auf das Gitter in der Mitte der "AppDrawer"-Leiste auf dem Homescreen kommt man in das App Menü und findet dort die Apps in einer 4 x 5 Kachel angeordnet. Folgendermaßen sieht es aus, wenn man das Gerät zum ersten Mal startet:




Diese lassen sich natürlich nach eigenen Vorgaben oder auch Alphabetisch sortieren. Zurück zum Homescreen kommt man, in dem man die Home- bzw. Zurück-"Taste" drückt bzw. auf das Haus-Icon tippt.

Warum müssen die Hersteller eigentlich dem Käufer immer Apps vorinstallieren, die dieser ggf. gar nicht haben möchte. Beim Xperia™ P sind das folgende 22(!) Apps:
  • Timescape™ -> Soziale Netzwerke Widget
  • Facebook -> Soziales Netzwerk
  • Video Unlimited -> gebührenpflichtiger Video download
  • WhatsApp -> kostenloser SMS und Chat Ersatz
  • Verbundene Geräte -> "Fernsteuerung" für über Bluetooth verbunden TV
  • Adobe Reader -> zeigt PDF Dateien an
  • Flash Player -> spielt Flash-Inhalte auf Webseiten
  • Google+ -> Soziales Netzwerk
  • Messenger -> Chat von Google+
  • Wisepilot -> gebührenpflichtige Navigation
  • Musik und Videos -> zeigt Musik und Videos von Facebook Freunden
  • Media Remote -> Fernsteuerung für über Bluetooth verbunde Geräte
  • Recommended -> vom Sony Mobile empfohlene Apps
  • NeoReader -> QR Code Leser
  • LiveWare™ Manager -> gibt Systemmeldungen bei gewissen Ereignissen aus, z.B. wenn das Ladegerät angeschlossen wird
  • TrackID™ -> identifiziert Musik, die man gerade hört (nicht eigene MP3s, denn die kennt man, sondern z.B. im Radio)
  • Music Unlimited -> gebührenpflichtiger Musik download
  • Stromsparer -> schaltet nach vorgegebenen Regeln in einen Stromspar-Modus
  • PlayNow™ -> gebührenpflichtiger Apps download von Sony
  • OfficeSuite -> Testversion mit eingeschränktem Funkttionsumfang
  • MxAfee Security -> Anti Virus App
  • EA Spiele -> gebührenpflichtiger Games download von Electronic Arts
Ich habe sie nicht alle benutzt, von daher ist auf meine Angabe, was die App genau macht, nicht 100% Verlaß!

Manche davon lassen sich nicht deinstallieren, wie folgendes Bild beweist:




Wo normalerweise der Button zum Deinstallieren ist kann man hier nur "Abbrechen". Wenn man sein Gerät aber rootet, dann lassen sie sich entfernen.

Warum halten uns Smartphone-Hersteller nicht für mündig genug, selbst zu entscheiden, welche Apps und Launcher wir nutzen wollen? Sie dürfen vom mir aus gerne die eigene Oberflache aufsetzen, oder Features implementieren, die Google so (noch) gar nicht vorgesehen hatte - wie z.B. Sony mit der Screenshot Funktion unter Android 2.3 (Gingerbread). Google selbst hat das Feature erst mit Android 4.0 (IceCreamSandwich) eingeführt. Aber dann doch bitte immer so, das sich die Apps, die man nicht braucht oder möchte, auch entfernen lassen, ohne das man sein Smartphone rooten muß und dadurch die Garantie verliert.

Soviel für heute, weiter geht's in ...


Wenn es etwas gibt, was ich für euch näher in Augenschein nehmen soll, dann schreibt mir das doch bitte in den Kommentaren.